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Burnout – massiver Anstieg von Fehltagen

Burnout verursacht massiven Anstieg von Fehltagen am Arbeitsplatz

Burnout ist charakterisiert durch eine lang anhaltende emotionale und körperliche Erschöpfung und einer geringen Leistungsfähigkeit. Das Burnout Syndrom wird in Zusammenhang mit einer Erschöpfung gebracht, die aus dem Berufsleben resultiert.

Burnout ist keine eigenständige psychische Störung

Die Diagnose Burnout an sich gibt es in Deutschland gar nicht. Burnout ist keine anerkannte psychische Krankheit, da es sehr unterschiedliche und unspezifische Symptome gibt, die dieses Zustandsbild kennzeichnen. Es besteht noch keine Einigung darüber, wie Burnout diagnostiziert bzw. getestet werden kann.

Das Burnout Syndrom wird in Zusammenhang mit anderen psychischen oder körperlichen Störungen diagnostiziert. So kodiert das Fachpersonal das Burnout im ICD-10 einfach mit der Zusatzkodierung des Kapitels Z. Unter Z73 werden bestimmte Probleme bei der Lebensbewältigung kodiert, zu denen neben unspezifischen körperlichen und psychischen Belastungen, Mangel an Entspannung oder Freizeit und Erschöpfungszuständen auch das Burn-out gehört.

Krankschreibungen aufgrund von Burnout dramatisch gestiegen

Die Bundespsychotherapeutenkammer führte 2012 eine Studie zur Arbeitsunfähigkeit aufgrund von psychischen Störungen und Burnout durch. Die Ergebnisse zeigen, dass die Anzahl der Krankschreibungen aufgrund von Burnout seit 2004 um 700% gestiegen ist. Aber den Großteil der Fehltage macht gar nicht Burnout aus, sondern Depressionen oder Anpassungsstörungen. Der Grund, warum dem Burnout Syndrom trotzdem so eine Wichtigkeit zugesprochen wird, liegt daran, dass Depressionen und Anpassungsstörungen gemeinsam mit Burnout diagnostiziert werden und auch ein Burnout bzw. massive Überforderung und Druck am Arbeitsplatz zu einer Depression führen können.

 

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Burnout – Abgrenzung zu Depression und Erschöpfungssyndrom

Burnout Syndrom

Das Burnout Syndrom, ein Zustand von seelischem und körperlichen „ausgebrannt sein“,  gibt es als eigenes Krankheitsbild nicht, es wird zusätzlich zu anderen Störungsbildern diagnostiziert. Es gibt bisher noch keine einheitliche Definition des Burnout Syndroms, was zur Folge hat, dass es viele unterschiedliche Burnout Tests gibt. Fachleute diskutieren darüber, ob das Burnout Syndrom zu den Angststörungen zählt oder eher der Depression zuzuordnen ist. Die Unterscheidung der Störungsbilder ist schwierig – es gibt viele Gemeinsamkeiten, aber auch Unterschiede.

Burnout und Depression

Es gibt viele verschiedene Symptome, die die Depression und das Burnout gemeinsam haben. So können bei beiden Störungsbildern ein Verlust der Motivation und Interessen sowie ein Leistungsabbau auftreten. Es wird darüber diskutiert, ob das Burnout eine leichte Form der Depression oder eine Depression eine schwere Form von Burnout ist und welches Störungsbild das andere bedingt.

Bei der Depression steht eine äußerst gedrückte Stimmung und verminderter Antrieb im Vordergrund, während beim Burnout eine psychische und körperliche Erschöpfung im Arbeitskontext im Mittelpunkt steht. Die Depression umfasst also keinen bestimmten Lebensbereich, während das Burnout sich auf den Arbeitskontext bezieht. Eine Depression kann aus einem Burnout resultieren, wenn sich die Symptome des Burnouts aus dem Arbeitskontext schleichend auf die weiteren Lebensbereiche ausweiten.

Verschiedene Studien konnten auch zeigen, dass Personen, die an einem Burnout leiden, auch gleichzeitig eine Depression aufweisen.

Burnout und chronisches Erschöpfungssyndrom

Betroffene des chronischen Erschöpfungssyndroms leiden aus nicht erklärlichen Gründen unter einer lang andauernden körperlichen und seelischen Erschöpfung, die zu einer erheblichen Leistungseinschränkung im Alltag führt. Sie benötigen eine lange Zeit, um sich nach einer Belastung erholen zu können und die Symptome werden durch jede weitere Anstrengung und Stress verschlechtert. Betroffene finden keine Erholung und Ruhe im Schlaf, sie leiden unter starken Glieder-, Gelenk und Kopfschmerzen, haben eine reduzierte Konzentrations- und Informationsverarbeitungsfähigkeit und leiden unter Schwindel, Benommenheit und einem allgemeinen Krankheitsgefühl.

Im Unterschied zum chronischen Erschöpfungssyndrom steht beim Burnout der Arbeitskontext im Vordergrund, während bei Betroffenen des chronischen Erschöpfungssyndroms keine Ursachen für die Erschöpfung auffindbar sind. Auch die körperlichen Leiden sind beim chronischen Erschöpfungssyndrom weit ausgeprägter, als beim Burnout.

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Quelle:
Schneglberger, J. (2010). Burnout-Prävention unter psychodynamischem Aspekt – Eine Untersuchung von Möglichkeiten der nachhaltigen betrieblichen Gesundheitsförderung. Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften.