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Narkolepsie

Die Narkolepsie bezeichnet eine neurologische Erkrankung des Schlaf-Wach-Rhythmus, bei der Betroffene häufig tagsüber von Schlafattacken überrascht werden. Während dieser Attacken, kann es zu einem vollständigen Tonusverlust und zu Stürzen kommen. Die Schlafphasen können bis zu 30 Minuten dauern und können nicht gesteuert werden.

Narzisstische Persönlichkeitsstörung

Merkmale

Personen mit einer narzisstischen Persönlichkeitsstörung nehmen sich selbst äußerst wichtig. Sie überschätzen ihre eigenen Fähigkeiten und Leistungen und sind der Meinung, dass ihre Mitmenschen ihr Können genauso sehen, wie sie selbst. Berühmte Menschen sind ihnen ihrer Meinung nach ebenbürtig. Narzissten fühlen sich anderen überlegen und einzigartig. Mit gewöhnlichen Menschen wollen sie nichts zu tun haben, da diese zum einen sie als Person und ihre Bedürfnisse nicht verstehen und zum anderen nicht ihrem eigenen Leistungs- und Fähigkeitsniveau entsprechen. Für Personen mit einer narzisstischen Persönlichkeitsstörung bedeutet das, dass sie nur in elitären Kreisen verkehren können. Nur hier finden sie sich unter Gleichgesinnten und stärken damit gleichzeitig ihr eigenes Selbstwertgefühl. Dieses ist äußerst fragil. Erkennen andere nicht ihre Einzigartigkeit und ihr Können oder kommt es zu Niederlagen, dann kann es passieren, dass narzisstische Personen beleidigt, wütend oder verachtend reagieren und sich erniedrigt, wertlos, herabgestuft und leer fühlen. Manche Personen mit einer narzisstischen Persönlichkeitsstörung erscheinen hingegen völlig eingenommen von grenzenlosem Erfolg, Macht und/oder Schönheit. Narzissten sind darauf bedacht, dass nur ihnen die uneingeschränkte Aufmerksamkeit obliegt und sie ständig bewundert werden. Ihnen ist es wichtig, was andere von ihnen denken. Narzisstische Personen gönnen anderen nichts und sind der Meinung, dass sie eine besondere Behandlung verdienen und andere ihren Anfragen sofort nachkommen müssen. Im Gegenzug dazu zeigen sie sich überaus ungeduldig und wenig sensibel gegenüber den Wünschen und Bedürfnissen ihrer Mitmenschen.

Personen mit einer narzisstischen Persönlichkeitsstörung weisen eine sehr eingeschränkte Empathiefähigkeit auf. Sie zeigen kein oder nur ein sehr geringes Interesse an ihren Mitmenschen, können nur schwer auf deren Bedürfnisse und/oder Wünsche eingehen und merken nicht, dass sie diese durch ihre überaus ausführlichen Erzählungen ihrer eigenen Anliegen übergehen oder verletzen. Andere Personen werden von Narzissten gerne als ängstlich oder schwach abgewertet. Menschen mit einer narzisstischen Persönlichkeitsstörung werden häufig als arrogant, überheblich, snobistisch oder herablassend beschrieben. Durch Ehrgeiz und Selbstvertrauen sind Narzissten in der Lage Großes zu leisten und Erfolge zu erzielen. Allerdings ist es auch durchaus oft so, dass sie im Beruf eher geringe Leistungen vorweisen und wenig Risikobereitschaft zeigen, da sie mögliche Niederlagen oder negative Kritik vermeiden möchten.

Die narzisstische Persönlichkeitsstörung wird mit der Anorexia Nervosa und Störungen im Zusammenhang mit psychotropen Substanzen, vor allem Kokain, in Verbindung gebracht. Zudem kann sie auch mit weiteren Persönlichkeitsstörungen einhergehen, so z.B. mit der histrionischen, der Borderline, der antisozialen und der paranoiden Persönlichkeitsstörung.

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Verlauf

Heranwachsende zeigen gerne narzisstische Züge, was jedoch nicht bedeuten muss, dass sie eine narzisstische Persönlichkeit entwickeln werden. Narzissten können sich in den späteren Lebensjahren nur schwer mit normalen Alterungsprozessen und den damit einhergehenden körperlichen und gesellschaftlichen Veränderungen abfinden.

Zahlen

Die Prävalenz der narzisstischen Persönlichkeitsstörung in der Bevölkerung wird auf unter 1% geschätzt. In klinischen Populationen bewegen sich die Prävalenzzahlen zwischen 2% und 16%. Personen, die als Diagnose eine narzisstische Persönlichkeitsstörung erhalten sind zu 50-75% männlich.

Subtypen

Bei dem Störungsbild der narzisstischen Persönlichkeitsstörung werden keine Subtypen unterschieden.

Therapie

Die Therapie der narzisstischen Persönlichkeitsstörung gestaltet sich, im Gegensatz zu den anderen Persönlichkeitsstörungen wohl am schwierigsten. Personen, die davon betroffen sind, geben sich äußerst selten in Behandlung. Falls sie doch eine Therapie beginnen, dann meistens wegen einer weiteren Störung, die sie belastet, wie z.B. einer Depression. Die Therapie wird meist davon bestimmt, dass narzisstische Klienten ihren Therapeuten von ihrer Großartigkeit überzeugen wollen und eine gesonderte Behandlung beanspruchen.

In der psychoanalytischen Therapie konzentriert man sich bei der narzisstischen Persönlichkeitsstörung auf die Aufdeckung und Bearbeitung der Abwehrmechanismen des Klienten, die verhindern, dass er sich selbst realistischer wahrnehmen kann.

In der kognitiven Verhaltenstherapie legt man den Schwerpunkt bei der Behandlung der narzisstischen Persönlichkeitsstörung auf die Umstrukturierung der selbstzentrierten Denkweisen und die Verbesserung der eingeschränkten Empathiefähigkeit.

Hilfe

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Neurasthenie (Chronische Erschöpfung)

Merkmale

Das Hauptcharakteristikum der Neurasthenie ist ein mindestens drei Monate anhaltender Zustand gesteigerter Müdigkeit nach geringsten geistigen oder körperlichen Anstrengungen, die sich auch nach ausreichender Erholungszeit oder Bettruhe nicht bessert. Obwohl dieses Störungsbild kulturell sehr unterschiedliche Erscheinungsformen aufweist, lassen sich zwei Hauptformen feststellen.

Bei einer Erscheinungsform der Neurasthenie steht die gesteigerte Ermüdbarkeit nach kognitiver Anstrengung im Mittelpunkt des Beschwerdebildes. Diese geistige Ermüdung wird als Konzentrationsschwäche, Vergesslichkeit, reduzierter Auffassungsgabe, störende und ablenkende Erinnerungen und Assoziationen und uneffektives Denken beschrieben. Die Folge sind eine verminderte Leistungsfähigkeit und Beeinträchtigung bei der Bewältigung alltäglicher Aufgaben.

Bei der anderen Form der Neurasthenie liegt die Beschwerde in einer gesteigerten körperlichen Erschöpfung und Schwäche selbst nach geringsten Anstrengungen. Dieses Erschöpfungsgefühl wird von Muskel- oder anderen Schmerzen begleitet. Betroffene haben darüber hinaus Schwierigkeiten sich zu entspannen.

Bei beiden Erscheinungsformen treten weitere Symptome wie Schwindelgefühle, Spannungskopfschmerzen, Muskelschmerzen, Schlafprobleme, Unfähigkeit zu entspannen, erhöhte Reizbarkeit und Verdauungsstörungen auf. Auch depressive und Angstsymptome, sowie die Sorge über schwindendes geistiges und körperliches Wohlbefinden und Leistungsfähigkeit gehen häufig mit einer Neurasthenie einher.

Informationen zu weiteren psychischen Erkrankungen finden Sie im  Wissensbereich.

Verlauf

Die Neurasthenie zeigt häufig einen akuten Beginn mit grippeähnlichen Symptomen, kann aber auch schleichend beginnen. Der Verlauf ist variabel, Episoden von vermehrter Müdigkeit können unregelmäßig auftreten oder regelmäßig in kurzen Intervallen wiederkehren, aber auch chronisch vorhanden sein. Im Durchschnitt dauern die Beschwerden 50 Monate lang an.

Zahlen

Erschöpfung ist ein häufig auftretendes Symptom. 20-40% der Allgemeinbevölkerung geben an unter Müdigkeit und Erschöpfung zu leiden. Bei 7% halten die Beschwerden über 2 Wochen an. In Allgemeinarztpraxen ist die Neurasthenie mit 7,5% Betroffenen die dritthäufigste psychische Störung. Das Chronic Fatigue Syndrom hat aufgrund der engeren Definitionskriterien eine niedrigerer Prävalenz von maximal 0,5% in der Allgemeinbevölkerung und 0,3% in Allgemeinarztpraxen.

Subtypen

Bei diesem Störungsbild werden keine Subtypen unterschieden.

Therapie

Die Therapie der Neurasthenie ist schwierig, da die Ursachen der Störung noch nicht hinreichend bekannt sind. Häufig versuchen Betroffene eine Vielzahl an medizinischen und alternativ-medizinischen Behandlungsversuchen- oft ohne Erfolg.

Am erfolgversprechendsten für die Behandlung einer Neurasthenie gilt eine speziell adaptierte Verhaltenstherapie. Diese beinhaltet eine umfassende Psychoedukation über die aktuellsten wissenschaftlichen Theorien der Krankheitsentstehung und -aufrechterhaltung, eine Veränderung dysfunktionaler kognitiver Muster und ein individuell abgestimmtes, aufbauendes körperliches Training. Ziel des Trainings ist es, das Schonverhalten des Betroffenen, das sich oft aufgrund der Müdigkeit und Missempfindungen ergibt, zu reduzieren. Das Training erfolgt nach dem Grundsatz: So viel Belastung und Aktivität wie möglich, so viel Schonung wie nötig.

Da noch immer keine Einigkeit darüber besteht, ob die Neurasthenie eine grundsätzlich psychiatrische Erkrankung oder medizinische Erkrankung (im Sinne einer Systemerkrankung mit sekundären psychischen Störungen) ist, wird neben der klassischen Verhaltenstherapie, ein Krankheitsmanagement (Anpassung des Lebensstils) gefordert. Das sind Betreuungsansätze, die darauf abzielen, die Symptome zu stabilisieren bzw. zu vermindern und die psychischen und sozialen Folgeerscheinungen besser zu bewältigen. Treten depressive und Angstsymptome gleichzeitig auf, kann eine begleitende antidepressive Behandlung in Erwägung gezogen werden.

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