Archiv des Autors: Lektorat

Demenz Vorbeugung

Demenz – ein weltweites Problem

Derzeit leiden ca. 50 Mio weltweit an Demenz. Und es wird davon ausgegangen, dass sich diese Zahl bis 2050 fast verdreifachen wird. Das Thema Demenz Vorbeugung wird immer wichtiger, da davon ausgegangen wird, dass dadurch die Zahl der Erkrankungen deutlich reduziert werden kann.

Risikofaktoren

Im entsprechenden Artikel des Fachmagazins „The Lancet“ wird zwischen Risikofaktoren im unterschiedlichen Alter differenziert. Sind es in der Jugend fehlender Zugang zu Bildung, so werden im Alter Einsamkeit, das Fehlen sozialer Bindungen, Übergewicht, zu hoher Blutdruck oder Rauchen genannt.

Demenz Vorbeugung

Was können wir tun, um dieser Krankheit vorzubeugen oder die Wahrscheinlichkeit zu reduzieren?

Neben Bildung und gesunder Lebensweise wirken sich die Kombination von manueller und geistig fordernder Tätigkeit positiv aus. Also Tätigkeiten wie Malen, Klavierspielen, Stricken oder Töpfern.

Quellen:

Einzug der Psychologie in die Architektur

Jeder kann das bestätigen: An bestimmten Orten und in bestimmten Räumen fühlen wir uns besonders wohl. Diesen Aspekt untersucht der Bereich Architekturpsychologie. An der Technischen Universität Berlin ist hierfür ein eigener Bereich geschaffen worden.

Ein interessanter Bericht und ein Interview mit der Professorin Dr. Tanja C. Vollmer findet sich in der Wochenendausgabe der Süddeutschen Zeitung unter der Überschrift „Planen für die Psyche„.

Lesenswert!

Burnout – massiver Anstieg von Fehltagen

Burnout verursacht massiven Anstieg von Fehltagen am Arbeitsplatz

Burnout ist charakterisiert durch eine lang anhaltende emotionale und körperliche Erschöpfung und einer geringen Leistungsfähigkeit. Das Burnout Syndrom wird in Zusammenhang mit einer Erschöpfung gebracht, die aus dem Berufsleben resultiert.

Burnout ist keine eigenständige psychische Störung

Die Diagnose Burnout an sich gibt es in Deutschland gar nicht. Burnout ist keine anerkannte psychische Krankheit, da es sehr unterschiedliche und unspezifische Symptome gibt, die dieses Zustandsbild kennzeichnen. Es besteht noch keine Einigung darüber, wie Burnout diagnostiziert bzw. getestet werden kann.

Das Burnout Syndrom wird in Zusammenhang mit anderen psychischen oder körperlichen Störungen diagnostiziert. So kodiert das Fachpersonal das Burnout im ICD-10 einfach mit der Zusatzkodierung des Kapitels Z. Unter Z73 werden bestimmte Probleme bei der Lebensbewältigung kodiert, zu denen neben unspezifischen körperlichen und psychischen Belastungen, Mangel an Entspannung oder Freizeit und Erschöpfungszuständen auch das Burn-out gehört.

Krankschreibungen aufgrund von Burnout dramatisch gestiegen

Die Bundespsychotherapeutenkammer führte 2012 eine Studie zur Arbeitsunfähigkeit aufgrund von psychischen Störungen und Burnout durch. Die Ergebnisse zeigen, dass die Anzahl der Krankschreibungen aufgrund von Burnout seit 2004 um 700% gestiegen ist. Aber den Großteil der Fehltage macht gar nicht Burnout aus, sondern Depressionen oder Anpassungsstörungen. Der Grund, warum dem Burnout Syndrom trotzdem so eine Wichtigkeit zugesprochen wird, liegt daran, dass Depressionen und Anpassungsstörungen gemeinsam mit Burnout diagnostiziert werden und auch ein Burnout bzw. massive Überforderung und Druck am Arbeitsplatz zu einer Depression führen können.

 

Hilfe

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ADHS – Medikamente im Studium

Werden Kindern Medikamente gegen vermutetes ADHS gegeben, so kann schon früh ein Suchtverhalten eingeübt werden.

Hierzu ist ein interessantes Interview im Süddeutsche Zeitung Magazin erschienen. Dieses berichtet aus der Sicht von drei betroffenen Studenten, wie z.B. Ritalin zwar vordergründig hilft, hohe Leistungserwartungen zu erfüllen, schnell jedoch suchtähnliches Verhalten auftreten kann.

ADHS – Kinder leiden oft ihr ganzes Leben

Verbreitung

Etwa 5% der Schulkinder weisen eine Aufmerksamkeits- oder Hyperaktivitätsstörung auf. Jungen sind mit 80% wesentlich häufiger davon betroffen. Bei Eltern, die selbst an ADHS litten, ist die Wahrscheinlichkeit höher, dass ihre Kinder auch daran erkranken.

Was ist ADHS?

Die Abkürzung ADHS bezeichnet die Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung. In diesem Zusammenhang trifft man häufig auch auf die Bezeichnungen wie „Zappelphillip- Syndrom“ oder ADS. Diese unterschiedlichen Bezeichnungen resultieren aus den verschiedenen Ausprägungen der Kernsymptome. Symptome sind dabei: Aufmerksamkeitsschwäche, impulsives Verhalten und Hyperaktivität. Die Ausprägungen sind unterschiedlich, manchmal steht die Hyperaktivität im Vordergrund, bei anderen die Aufmerksamkeitsschwäche.

Kinder, die unter ADS leiden, sind übermäßig aktiv, impulsiv und unaufmerksam. Übermäßig bedeutet, dass es über den Normalbereich hinausgeht und sie sich deutlich vom Verhalten Gleichaltriger unterscheiden. Es kann zu ganz verschiedenartigen Ausprägungen kommen. Es gibt Kinder, die eine Aufmerksamkeitsschwäche haben, aber weniger impulsiv und hyperaktiv sind. Bei anderen ist es genau umgekehrt. Etwa die Hälfte der Kinder, die an ADHS leiden, weist zusätzlich eine Lern- oder Kommunikationsschwierigkeit auf, die sich vor allem in schlechten Schulleistungen und Konflikten mit Gleichaltrigen zeigt.

ADHS – eine typische Störung im Kindesalter?

Manche denken, dass ADS im Laufe der Jahre einfach verschwindet, da es ja eine typische Kinderkrankheit ist. Das stimmt nicht. ADS kann auch bei Erwachsenen auftreten und betroffene Kinder leiden oft ihr Leben lang an den Symptomen oder deren Auswirkungen.

Ein Team um William Barbaresi von der Harvard Medical School in Boston untersuchte insgesamt 5718 Kinder, die zwischen 1976 und 1982 geboren wurden. 232 ADHS-Kinder nahmen bis zum Schluss an der Studie teil, diese waren dann im Durchschnitt 27 Jahre alt. Die Studie konnte zeigen, dass fast ein Drittel der Kinder auch im Erwachsenenalter noch an ADHS littt. 57 % entwickelten mindestens eine andere psychische Störung, wie zum Beispiel Depressionen oder Substanzmissbrauch.

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Quellen:
Spiegel Online
Wittchen, H.U. & Hoyer, J. (2006): Klinische Psychologie und Psychotherapie